HOME

Brief von Tom Anfang Mai 2006:

Die Sets vor ein paar Nächten im Oxident waren jenseits meiner wildesten Träume. So viele Musiker! Ich fühle mich wirklich vom Glück verwöhnt. Ich hatte die Möglichkeit, mit einigen von Euch aus dem Publikum zu reden. Die Resonanz auf meine Kondition war großartig. Jeder war wirklich fürsorglich. Was für eine wundervolle Nacht war das.

Es gibt so viele Leute, die erwähnt werden müssen. Im Besonderen Tina hat sehr hart gearbeitet, genauso Chris und Willi mit ihren Ankündigungen, und natürlich darf ich Ariane, Gabi, Rauschi und Mario nicht vergessen … aber so vielen von Euch ist zu danken, wenn ich zurückdenke an die Tage als ich im Krankenhausbett lag. Das Fotoposter, das an meiner Wand in der Klinik Berlin hing, war eine unglaubliche Überraschung. Auch konntet Ihr nicht vorbei kommen, wart Ihr in Eurem Herzen dort.

Einige von Euch haben mich über die letzten paar Monate gesehen, und Ihr habt eine schrittweise Änderung meiner Kondition bemerkt. Stärker, besser, alles scheint langsam Sinn zu machen. Mein Englisch ist definitiv stärker, und mein Deutsch fängt LANGSAM an … (Wie geht`s?).

Wie ist die körperliche Kondition? Einige von Euch haben mich mit meinem Krankenhaus-Gehstock herum humpeln sehen. Die Fortbewegungsfähigkeit bessert sich ununterbrochen. Ich kann auch gut die Treppen rauf und runter laufen. Der rechte Arm ist noch immer verkrüppelt, wie auch immer. Niemand kann mir sagen, ob und wann ich wieder Gefühl darin spüren werde.

Aber es fühlt sich gut an, da und auf den Beinen zu sein: Ich bin sogar auf dem Kudamm ein wenig umhergelaufen. Und, wie ich sage, ich scheine alles, was die Leute sagen und tun, perfekt zu verstehen, in Deutsch oder Englisch.

Und was ist mit der Musik? Ja, die Gesangslehrer kommen jede Woche, und wir arbeiten, langsam, sehr langsam am stimmlichen Klang. Ron hat seine Fachkenntnis angeboten für solche Sachen wie Optimierung der Tonhöhe und Wichtigkeit der Diktion. Claudia betreibt eine andere Herangehensweise, mehr vom Yoga-Standpunkt aus. Aber es ist alles gut, und meine Stimmbänder sind viel besser als zu der Zeit als wir begonnen sind, zusammen zu arbeiten.

Der rechte Arm ist noch immer lahm, aber ich arbeite mit dem Therapeuten im Krankenhaus, versuche, eine Art Gefühl in Muskel und Knochen zu bekommen. Niemals die Hoffnung aufgeben.

Ich hoffe, Euch alle sehr bald wieder zu sehen. Ich könnte bei der einen oder anderen Show auftauchen …

Ihr seid gesegnet –

Tom

Originalversion des Briefes auf Englisch