| Bericht zu
Songwriters-in-the-Round ON TOUR Special
am 17.11.2004 im Krongut Bornstedt
Nun
ist Tom also mit seiner Live-Acoustic-Show Songwriters-in-the-Round auch
in Potsdam angekommen. Erstmals war er am 17. November mit einem Special
in der Weinlaube Habel des Krongutes Bornstedt zu Gast.
Urig, gemütlich und rustikal die Atmosphäre, überaus freundlich
die Gastgeber, begeistert und sehr aufmerksam das Publikum. Die Künstler
dankten dies, indem sie mit viel Spielfreude ihr Bestes gaben.
Tom hatte sich für diesen Abend als Featured Writers die Hamburger
Singer/Songwriterin Stephanie Hundertmark und den Berliner Rock-/Soul-Barden
Dirk Zöllner eingeladen und natürlich einige sehr interessante
Überraschungsgäste für den 5. Stuhl.
Stephanie
Hundertmark kennen wir bereits aus der Hamburger Show
als äußerst gefühlvolle Musikerin, deren Art, Songs zu
schreiben mit ihrer Stimme und ihrem Klavierspiel derart perfekt harmonieren,
dass man sich getrost fallen lassen kann, um sich von einer wohligen Welle
treiben zu lassen. Man muss ihr einfach zuzuhören und mitzufühlen.
Diese leicht, ja spielerisch daher kommende Musik, gefiel auch dem Potsdamer
Publikum ganz ausgezeichnet.
Dirk
Zöllner hat auch in Potsdam seine – meist weibliche
– Fangemeinde, die gern gekommen war, um in dieser fast intimen
Atmosphäre der Weinlaube Habels Dirk wieder einmal Solo und „unplugged“
erleben zu können. Dirk gestand, dass er keinen Führerschein
hat und man möchte meinen: zum Glück! Denn dadurch hatte er
wieder einmal seinen Freund und Musiker Matthias (Matze) Mantzke mitgebracht,
der sich am Cajon und als Zweitstimme wieder wunderbar in das Musikgeschehen
einmischte und das bei allen Künstlern des Abends, was deren Performance
unterstützte und sehr gut ankam.
Dirk und Matze waren in solcher Spiellaune, dass sie ein neues Männerquartett
für diesen Abend ins Leben riefen, denn seinen Song „Ich darf
alles“ und einen Soultitel der Söhne Mannheims performten
nicht nur diese beiden Musiker, sondern es jammten auch Tom und Arnold
Fritzsch mit. Ein großartiges Erlebnis der Spitzenklasse –
ungeprobt, eben LIVE TOTAL!
Tom
Cunningham als gastgebender Featured Writer gelang es
sehr schnell, das Potsdamer Publikum von der Art seiner eigenen Musik
und seiner Show zu begeistern. Professionell, geschickt und gekonnt, wie
immer, führte er durch den Abend. Und natürlich bediente er
auch gern das Klischee eines Musikers aus Nashville und sang seinen Country-Song:
„I do my best work in my sleep“, sehr zur Erheiterung des
Publikums.
Auch in der Special-Show gab es den berühmten 5.
Stuhl, auf dem an diesem Abend sehr gute Profi-Musiker
Platz nahmen.
Mit
Rüdiger Kebe war der
männliche Part des vom Songwriter-Festival bekannten Duos „Slow
Food Music“ (zusammen mit Annika Fehling aus Schweden) zu Gast.
Auch Solo hat uns Rüdiger viel zu sagen mit seinen Songs. So war
sein erster Titel über den „Montag“ eher in Moll gehalten,
so, wie es eben manchmal montags ist. Aber sein 2. Titel „Breathe“
kam sehr rhythmisch und lebendig daher, gepaart mit seinem gekonnten Gitarrenspiel,
einfach hörenswert.
Wenn
Stephanie Forryan auf dem
5. Stuhl Platz nimmt, darf man sicher sein, dass es ihr gelingt, das Publikum
nahezu sofort zu begeistern. Auch die Potsdamer konnten sich ihrer Musikalität
und Ausdruckskraft nicht entziehen, obwohl sie zunächst meist schüchtern
auf die Bühne kommt, in leisen, Worten ihren Titel ankündigt,
bevor sie dann äußerst kraftvoll und variationsreich ihre Stimme
einsetzt und ihre Songs auslebt.
Ich darf gestehen, auch ich war sehr gespannt auf Ines
Paulke und Arnold Fritzsch, wie sie sich heute gemeinsam
präsentieren, denn sie hatten als musikalisches Erfolgsduo DDR-Popgeschichte
geschrieben mit wunderbaren Songs. Und man spürte sofort: die Beiden
haben nichts verloren an Professionalität und musikalischem Können.
Ines Paulke hat Bühnenpräsenz, ihre Stimme ist sehr ausgereift
und diese in Verbindung mit dem großartigen Klavierspiel von Arnold
Fritzsch und seiner Zweitstimme, waren wieder einmal ein Erlebnis, das
nicht nur nostalgisch anmutete.
Die
aus Moskau stammende, seit einigen Jahren aber in Berlin lebende
Morin Smolé überraschte nicht nur
Tom mit ihrer kurzfristig angesagten Anreise, sondern auch das Publikum
mit einem französischen Chanson, bei dem man meinte, es würde
eine der berühmten französischen Chansonnettes singen –
sehr ausdrucksstark und gefühlvoll.

Auch diese Location der Weinlaube Habel stellte für die Fa. Sound-Hz
Veranstaltungstechnik von Ingo Liebel
wieder eine kleine Herausforderung dar, die er aber mit seinem Assistenten
Christian gekonnt löste. Das Ergebnis: ein wunderbarer Sound für
Künstler und Publikum – vielen Dank!
Ein besonderer Dank geht an den Geschäftsführer des Kronguts
Bornstedt, Herrn Zonneveld,
der Tom mit seiner Show eingeladen hatte. Vielen Dank auch an die vielen
fleißigen Helfer vor und hinter den Kulissen, damit der Abend so
schön werden konnte, wie er war.
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